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Die Zukunft entscheidet sich im Umgang mit Instabilität

Was erstmal negativ tönt, wollen wir keinesfalls so verstanden haben. Im Gegenteil. Wir wissen und spüren, dass Transformation in der Hotellerie und Gastronomie unausweichlich ist und sehen dies auch künftig als Chance für Kundinnen und Kunden. 

Unsere Aufgabe ist es, die unterschiedlichen Zukunftsbilder im Auge zu haben und Wendepunkte frühzeitig zu erkennen. Respektive die entscheidenden strategischen Stossrichtungen und daraus ableitende Massnahmen im Sinne der Zukunftsfähigkeit individueller Betriebe zu entwickeln, zu planen und umzusetzen.

Menschliche Qualität bleibt zentral

Gastgeberinnen und Gastgeber und ihre Teams werden auch 2026 den Unterschied machen. Authentische Begegnungen, Dialogfähigkeit, Empathie und Haltung bleiben die Grundpfeiler für Vertrauen und die nötige Differenzierung.

Technologie wird zur unsichtbaren, aber entscheidenden Infrastruktur

Gleichzeitig wissen wir, dass moderne Technologie den gesamten digitalen Kontakt zwischen Hotel und Gast immer stärker prägen wird. Fürs Hotelmarketing heisst das, dass statt klassischer Werbung und Klick-orientierten Strategien künftig Dialoge über KI-gestützte Systeme wie ChatGPT oder andere konversationsbasierte Schnittstellen dominieren werden. Diese ermöglichen nicht nur personalisierte Kommunikation, sondern werden zunehmend selbst zu Vertriebskanälen, indem sie direkt Buchungen initiieren und Empfehlungen geben.

Der Fokus verlagert sich somit vom «Verkaufen» zum «Teilnehmen an relevanten Gesprächen». Hotel- und Gastronomiebetriebe müssen ihre Inhalte und Daten noch gezielter strukturieren, dass KI-Systeme sie verstehen und berücksichtigen – von klaren Beschreibungen über authentische Texte bis hin zu einheitlichen Markenbotschaften. Die Basis dafür ist eine unverwechselbare, geschärfte Positionierung. Und das technische Know-how in der Umsetzung. 

Innovation aufgrund veränderter Bedingungen

Aufgrund veränderter Bedingungen – wir denken an Winter ohne Schnee und die für unser Land und den Schweizer Tourismus zentrale Berghotellerie – wird Mut, über den eigenen Tellerrand hinwegzuschauen, immer essenzieller. Hotelmarketing wird sich verstärkt mit Mikrotrends auseinandersetzen. Diese wollen gut verstanden sein, denn sie verändern nicht nur die Reisegründe, sondern auch die Anforderungen an Gastgeberinnen und Gastgeber. Gefragt sind Konzepte, die emotionale Tiefe und echte Sinnhaftigkeit bieten – nicht als Marketingkulisse, sondern als gelebte Haltung im Betrieb, im Angebot und in der Kommunikation.

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